2. August 2017 Redaktion

Einfach mal nur so „quatschen“ – Teil 2

Sie wollten schon immer wissen, was die LINKE vom Mindestlohn von 8,84 € hält oder wie die LINKE die Steuersätze verändern will?
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und ich antworte Ihnen.

Hier die Frage von Herrn L. und meine Antwort:

Guten Tag, Herr Tischendorf,

ich bin seit 7 Jahren Zeitarbeiter und fahre Gabelstapler.

Das ist eine körperlich schwere Arbeit. Ich muss noch 10 Jahre arbeiten, um eine relativ gute Rente zu bekommen. Wenn ich das nicht schaffe, sieht es für mich finanziell schlecht aus. Was macht ihre Partei für uns Arbeiter? Ständig hört man, dass das Rentenalter hoch gesetzt werden soll. Wie steht die Linke dazu?

Herr L.

Sehr geehrter Herr L.,

die gesetzliche Rente muss den Lebensstandard im Alter wieder sichern und wirksam vor Armut schützen. Wir wollen eine Umkehr in der Rentenpolitik: Mit den Renten»reformen« von SPD und Grünen wurde dafür gesorgt, dass die Unternehmen deutlich weniger in die Rentenkasse einzahlen als die Beschäftigten. Die Folge: Das Niveau der gesetzlichen Rente befindet sich im Sinkflug. Von einst rund 53 Prozent im Jahr 2000 wird es auf 41,7 Prozent im Jahr 2045 fallen.

Die staatlich geförderte Riesterrente ist gescheitert. Sie kann die in die gesetzliche Rente gerissenen Lücken nicht schließen. DIE LINKE will diese Entwicklung umkehren. Es reicht nicht, nur die weitere Absenkung zu stoppen. Das Rentenniveau von 53 Prozent muss sofort wiederhergestellt werden. Das bedeutet: 126 Euro netto mehr im Monat für einen »Standardrentner«.

Niemand darf im Alter arm sein – durch Berufsunfähigkeit, Zeiten der Erwerbslosigkeit oder Kindererziehung und auch nicht in Abhängigkeit von der Dauer der Berufstätigkeit. Wir wollen eine Solidarische Mindestrente von 1.050 Euro netto im Monat. Diese soll – einkommens- und vermögensgeprüft – bei Bedarf allen gezahlt werden. Wir wollen das Rentenniveau anheben: Das Sicherungsniveau der gesetzlichen Rente muss wieder auf 53 Prozent erhöht werden, damit die Renten für alle spürbar steigen. Ein Rentenniveau von 53 Prozent kostet Beschäftigte und Arbeitgeber bei einem durchschnittlichen Verdienst von 3.092 Euro nur je 32 Euro mehr im Monat. Die vier Prozent Beitrag von 110 Euro (nach Zulagen) für eine Riesterrente könnten dafür entfallen. Durchschnittsverdienende hätten also 78 Euro mehr in der Tasche.

Wer bereits heute auf lange Phasen mit schlechten Löhnen, Erwerbslosigkeit oder Krankheit zurückblicken muss, hat trotzdem Anspruch auf ein würdevolles Leben im Alter. Kein Mensch soll im Alter von einem Einkommen unterhalb der Armutsgrenze leben müssen. Die Solidarische Mindestrente soll deshalb an alle Menschen im Rentenalter als Zuschlag – oder im Einzelfall auch als Vollbetrag – von der Rentenversicherung gezahlt werden, die weniger als 1.050 Euro Nettoeinkommen im Alter haben.

Mit freundlichen Grüßen

Klaus Tischendorf

 

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Kategorie: Allgemein, Bundestagswahl, Bürgergespräch

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